Pressekontakt:
Susanne Hoffmann
Tel.: 030/726 19 99 21
s.hoffmann@bvbaustoffe.de
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Positionspapier "Impulse für den Woh- nungsbau" |
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Forderungen zum § 35 Einkommen- steuergesetz |
Forderungsprogramm der Bau- und Immobilienwirtschaft zur Bundestagswahl: Drei Bausteine für den Wohnungsbau
17.02.2009
Gemeinsame Pressemitteilung von
Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V., Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. und Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. :
(Berlin) Der dramatische Einbruch der Wohnungsbauzahlen sowie der sich regional zuspitzende Mangel an bezahlbaren und geeigneten Wohnungen haben die in der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Bau- und Wohnungswirtschaft zu einem politischen Forderungsprogramm für den Wohnungsbau veranlasst. Sozialer und demografischer Wandel sowie der Klimaschutz stellen Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Um das Grundbedürfnis Wohnen in Zukunft zu sichern, fordern die Verbände eine Stärkung des Wohneigentums, die Schaffung von Anreizen für Investitionen in den Neubau sowie einen Ausbau der KfW-Förderung für seniorengerechtes, energieeffizientes und nachhaltiges Bauen.
Wie die Studie "Wohnungsmangel in Deutschland?" des Eduard Pestel Instituts belegt, bedarf es dringend neuer Impulse für den Wohnungsbau. Um dem Wohnungsmangel zu begegnen und Senioren und Familien ein bezahlbares, selbstständiges und den Bedürfnissen entsprechendes Wohnen zu ermöglichen, muss die Politik die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau verbessern. Dazu schlagen die Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft folgende konkrete Lösungsansätze vor:
1. KfW-Programme gezielt ausbauen
Die KfW-Förderung zum energieeffizienten Bauen muss ausgebaut und verstetigt werden. Nur durch eine gezielte und ausreichende Förderung sind die Klimaschutzziele zu erreichen. Notwendig ist auch die finanzielle Aufstockung und Verstetigung des neuen Programms für die seniorengerechte Umgestaltung der Wohnungsbestände. Zudem muss die KfW-Förderung um einen speziellen Programmpunkt für den Bestandsersatz als Kombiförderung mit Abriss und Neubau erweitert werden.
2. Bessere steuerliche Abschreibungsbedingungen für Wohnimmobilien
Die steuerlichen Abschreibungsbedingungen sind für Bauherren eine der wichtigsten Grundlagen bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben. Zur Stärkung des Neubaus von Mietwohnungen in Wachstums- und Zuzugsregionen muss der Abschreibungssatz für Wohngebäude von derzeit linear 2 auf mindestens 4 % angehoben werden.
3. Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Wohneigentumsbildung
Eine kurzfristige Stärkung der Wohneigentumsbildung kann über steuerrechtliche Regelungen in Form eines familienfreundlichen und umweltgerechten Einkommensteuer-Abzugsmodells erreicht werden. Dabei soll die bereits für haushaltsnahe Dienstleistungen geltende Einkommensteuerermäßigung nach §35a EStG erweitert werden. Hier sollte künftig auch die Inanspruchnahme von Planungs- und Handwerkerleistungen für den Neubau sowie von Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen bei Bestandserwerb von selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich absetzbar sein.
"Angesichts der Finanzkrise gewinnen Immobilien als sichere Anlageform erheblich an Bedeutung," sagt Michael Basten, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe - Steine und Erden. "Allerdings müssen auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Notwendig ist eine bessere steuerliche Förderung - und zwar nicht nur für die Modernisierung des Bestands, sondern auch für den Neubau."
"Das dringend notwendige Einlenken der Politik belebt gleichzeitig die Konjunktur und schafft Arbeitsplätze", sagt Dr. Ronald Rast, Koordinator der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" und Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau. "Um den Auswirkungen der Finanzkrise entschieden zu begegnen, müssen sich die Finanzierungsbedingungen wieder verbessern. Die Gewährleistung der Finanzierung der Investitionsvorhaben zu angemessenen Konditionen ist von zentraler Bedeutung für den Wohnungsbau."
Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB) vertritt die Interessen von über 900 Mitgliedsfirmen, die im vergangenen Jahr an 2.200 Standorten mit über 41.000 Beschäftigten einen Umsatz von 13,3 Milliarden Euro erzielten. Der Verband hat am 1.1.2009 seinen Sitz von München nach Berlin verlegt, um dort die Interessen gegenüber den Zielgruppen Politik, Industriepartner, Planer und Handwerker zentral zu positionieren. Zu den Kunden des Baustoff-Fachhandels zählen Profikunden wie Bauunternehmen und Handwerker ebenso wie private Bauherren.
Der Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. (BBS) vertritt mit seinen 19 Mitgliedsverbänden 4.000 Unternehmen, die mehr als 140.000 Mitarbeiter beschäftigen und so zur Stabilisierung der regionalen Beschäftigung beitragen. Der Jahresumsatz liegt bei rund 28 Mrd. Euro. Die Branche gewinnt ca. 600 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr.
Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) ist der Dachverband der Mauerstein erzeugenden Industrien. Die Gesellschaft vertritt die gemeinschaftlichen Interessen des Mauerwerksbaus. Rund 80 Prozent aller Wandkonstruktionen im deutschen Wohnungsbau werden im Mauerwerk errichtet. Als Wirtschaftsverband wahrt die DGfM die Interessen ihrer Mitglieder etwa gegenüber Bauordnungsbehörden und nimmt technisch wissenschaftliche Aufgaben sowie die technische Interessenvertretung im Bereich der nationalen und europäischen Normung wahr. Derzeit repräsentiert die DGfM 225 Firmen mit einem Jahresumsatz von über 1,1 Milliarden Euro.
Downsload:
Positionspapier der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" zur Bundestagswahl 2009
Eckpunktepapier zur Ergänzung des §35a EStG finden Sie hier.
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